Buffett hat in den vergangenen Monaten im großen Stil Apple-Aktien gekauft. Erfahren Sie jetzt, was er sonst noch gekauft hat.

In den vergangenen beiden Wochen habe ich hier im „Schlussgong“ anlässlich meiner USA-Reise, auf der ich unter anderem die Hauptversammlung von Berkshire Hathaway besucht habe, ausführlich über Warren Buffett berichtet.

Für diejenigen, die es nicht wissen: Berkshire Hathaway ist die Beteiligungs-Holding des erfolgreichsten Investors aller Zeiten, Warren Buffett. In meiner Serie zu Buffett und Berkshire habe ich unter anderem auch über die zuletzt 5 größten Positionen im Buffett-Portfolio berichtet.

Ganz aktuell wurden nun neue Daten veröffentlicht über die Transaktionen, die Buffett zuletzt durchgeführt hat. Diese Daten möchte ich nun für Sie zusammenfassen.

Was Buffett zuletzt gekauft hat

Buffett hat zuletzt vor allem im großen Stil bei Apple zugeschlagen. Nachdem er bereits im vergangenen Jahr größere Apple-Aktienpakete gekauft hatte, legte er zuletzt noch einmal deutlich nach.

Der Großteil der insgesamt 14,8 Mrd. US-Dollar, die Buffett im 1. Quartal dieses Jahres investiert hat, floss in Apple-Aktien. Insgesamt besitzt Buffett über seine Beteiligungs-Holding Berkshire nun 240 Mio. Apple-Aktien mit einem Wert von mehr als 40 Mrd. US-Dollar. Er ist damit zweitgrößter Anteilseigner bei dem iPhone-Hersteller Apple.

Neben dem Kauf von Apple-Aktien hat Buffett in den ersten 3 Monaten dieses Jahres seinen Anteil an dem Düngemittel-Konzern Monsanto (wird gerade von Bayer übernommen) ausgebaut. Darüber hinaus stand er bei der US-amerikanischen Fluggesellschaft Delta und bei der Bank of New York auf der Käuferseite.

Spektakulär war auch die Meldung, dass Buffett seinen Anteil an dem israelischen Pharmakonzern Teva, dem unter anderem der hierzulande bekannte Generikahersteller Ratiopharm gehört, verdoppelt hat. Er teilte mit, aktuell 40,5 Mio. Hinterlegungsscheine (sogenannte ADRs) von Teva im Wert von 693 Mio. US-Dollar zu halten.

Teva ist aus meiner Sicht ein typisches Buffett-Investment. Nachdem die Aktie zuvor über Monate deutlich unter Druck stand und stark zurückgekommen war, griff Buffett schließlich zu. Denn die Teva-Aktie war aus seiner Sicht zu stark unter Druck geraten. Buffett liebt es zu kaufen, wenn eine Aktie aus seiner Sicht zu stark abgestraft wurde.

Verkauft wurde unter anderem ein Verlagshaus

Verkauft hat Buffett dagegen beispielsweise den Anteil an dem Verlagshaus Graham Holdings, zu dem früher die Washington Post gehörte. Er war dort in den Siebzigerjahren eingestiegen und jahrelang mit der 2001 verstorbenen Herausgeberin Katharine Graham befreundet. 2013 wurde die Zeitung übrigens an den Amazon-Gründer Jeff Bazos verkauft.

Wenn Sie mehr über Warren Buffett, Berkshire Hathaway und vor allem auch über die jetzt größte Buffett-Beteiligung Apple erfahren wollen, sollten Sie meinen Börsendienst „Depot-Optimierer“ testen.

Im heute druckfrisch veröffentlichten Monatsbericht gehe ich ausführlich auf meine Eindrücke der USA-Reise und der Berkshire-Hauptversammung ein und Sie finden dort auch eine brandaktuelle Analyse zu Apple.

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2018-05-16T20:36:19+00:00 Kategorien: Beiträge, Morriens Schlussgong, Rolf Morrien|