Investieren Sie wie die Unternehmens-Insider

Die Unternehmens-Insider haben zuletzt reihenweise Aktien ihrer Unternehmen gekauft – machen Sie es ihnen nach

Wenn ein Manager, der die Geschäftsentwicklung aus erster Hand kennt, im großen Stil Aktien des eigenen Unternehmens kauft, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die mittel und langfristigen Perspektiven gut bis sehr gut sind. Dann wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der Aktienkurs steigen.

Die Insider-Käufe geben Ihnen sogar 2 wertvolle Informationen:
1) Welche Aktien sollte man sich genauer ansehen?
2) Bis zu welchen Kursen kaufen die Insider?

Rolf Morrien
Rolf MorrienChefanalyst Depot Brief, Power Depot

Ein Beitrag von Rolf Morrien

Wie auch Sie von Insider-Informationen profitieren können

Der Begriff „Insidergeschäft“ hinterlässt bei vielen Anlegern eine gewisse Skepsis. Doch das ist unbegründet, wenn es sich um die legalen Insidergeschäfte handelt.

Ein Insider ist – wie schon kurz erwähnt – eine Person, die über kurserhebliche Informationen eines Unternehmens verfügt, bevor diese der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden. Zu diesen Personen gehören zum Beispiel Personen, die im größeren Stil am Kapital des Unternehmens beteiligt sind, oder Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder.

Insider-Informationen sind nach dem Wertpapierhandelsgesetz alle konkreten Informationen, die noch nicht veröffentlicht worden sind und die bei Veröffentlichung dazu führen können, den Börsen- oder Marktpreis des Unternehmens zu beeinflussen.

Hier einige konkrete Beispiele: Übernahmeangebote, Großaufträge, unerwartete Gewinnsteigerungen oder -einbrüche oder Insolvenzanträge.

Wichtig zu wissen: Es muss klar zwischen verbotenen und legalen Insidergeschäften unterschieden werden. Zu den verbotenen Insidergeschäften gehören die Transaktionen von Insidern, die vor (!) Veröffentlichung der Informationen mit Finanzinstrumenten (Aktien, Derivaten etc.) handeln, um nach der Veröffentlichung der Nachricht Profit aus der Kursbewegung zu schlagen.

Dieser strikt verbotene Insiderhandel wird mit Freiheitsstrafen oder Geldstrafen geahndet. Einige Negativ-Beispiele gab es in der Vergangenheit in der US-amerikanischen Hedgefonds-Branche. Dort haben Fondsmanager geheime Informationen aus Unternehmen erhalten und diese erfolgreich für Geschäfte aufsteigende oder fallende Kurse genutzt.

Die Börsenaufsicht kontrolliert

Um illegalen Insidergeschäften entgegen zu wirken, werden in Deutschland alle Börsengeschäfte von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) mittels spezieller EDV-Programme überwacht. Auffällige Kursbewegungen oder ungewöhnlich hohe Umsätze eines Finanzinstruments (z. B. Aktien) werden so entdeckt und nachverfolgt.

Wenn also zum Beispiel eine Gewinnwarnung erfolgt, der Aktienkurs einbricht und kurz vorher große Short-Positionen aufgebaut wurden (also auf fallende Kurse gewettet wurde), wird die Börsenaufsicht das untersuchen. Erfolgt ein Übernahmeangebot und der Aktienkurs schießt wie eine Rakete nach oben, wird ebenfalls untersucht, ob sich vorab Investoren mit diesen Aktien eingedeckt haben und welche Informationsquellen die Investoren genutzt haben.

Auf diese Weise soll verhindert werden, dass es an der Börse zu einer Chancenungleichheit kommt. Soll heißen: Die Unternehmens-Insider dürfen einen eventuellen Wissensvorsprung nicht zu Ihrem Vorteil ausnutzen und genau das wird durch die BAFin überwacht.

Es existieren klare rechtliche Regeln im Zusammenhang mit Insider-Käufen und Verkäufen

Börsennotierte Unternehmen sind dazu verpflichtet, über eine sogenannte Ad-hoc-Mitteilung zeitnah wichtige und vor allem kursrelevante Informationen zu veröffentlichen.

Seit dem 1. Juli 2002 besteht die gesetzliche Pflicht, Geschäfte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern börsennotierter Unternehmen und deren Familienangehörigen (also von Unternehmens-Insidern) in Wertpapieren der eigenen Gesellschaft unverzüglich mitzuteilen.

Diese Mitteilung ist dann seitens der Gesellschaft unverzüglich zu veröffentlichen und wird als „Directors‘ Dealings“ bezeichnet. Diese erlaubten (!) Insider-Käufe und -Verkäufe können Sie im Internet unter der Adresse www.bafin.de (das ist die Homepage der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) verfolgen.

Wie Insider-Käufe und -Verkäufe einzuordnen sind

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass der bereits vorgestellte Personenkreis (Vorstände, Aufsichtsräte und deren Angehörige) deshalb als „Insider“ bezeichnet wird, weil diese Personen das Unternehmen besser kennen als Außenstehende und über Informationen direkt aus dem Konzern verfügen.

Grundsätzlich dürften Sie mir beipflichten, dass es durchaus sinnvoll sein kann, sich beim Aktienkauf an Personen zu orientieren, die Informationen aus 1. Hand haben und direkt an der Quelle sitzen. Folglich ist es in vielen Fällen durchaus sinnvoll, den sogenannten Insidern zu folgen – also zu kaufen, wenn die Insider kaufen und zu verkaufen, wenn diese in großem Stil verkaufen.

Allerdings sollten Sie beachten, dass es nicht automatisch ein gutes Zeichen sein muss, wenn ein Insider Aktien des eigenen Konzerns kauft und nicht automatisch ein schlechtes Zeichen, wenn Insider Aktien verkaufen.

Denn nicht immer kaufen Insider Aktien, weil sie diese für unterbewertet halten und nicht immer verkaufen Insider Aktien, weil sie diese für fair oder überbewertet halten.

So werden in vielen großen Unternehmen Aktien beispielsweise aufgrund von Mitarbeiter-Beteiligungen oder Bonuszahlungen verteilt. Es ist dann völlig normal, wenn ein Manager irgendwann die als Gehalts-Bestandteil erhaltenen Aktien (oder Aktien-Optionen) an der Börse versilbert und in Geld umtauscht (verkauft).

Fazit: Sie sollten niemals nur auf die Insider-Käufe und -Verkäufe achten, sondern stets auch einen Fundamental-Check vornehmen. In der aktuellen Situation spricht die Vielzahl der Insider-Käufe aus meiner Sicht klar dafür, dass die operative Lage und die zukünftigen Aussichten bei vielen deutschen börsennotierten Unternehmen deutlich besser sind, als die Kursentwicklungen der vergangenen Tage und Wochen vermuten lassen.

Warum sonst sollten Vorstände und Aufsichtsräte deutscher Unternehmen teilweise Millionenbeträge in Aktien der eigenen Unternehmen investieren?

Fazit: Neben der Kontrolle der Insider-Daten ist auch ein Fundamental-Check notwendig

Auch Sie können den Insider-Handel über die schon genannte Adresse (www.bafin.de) verfolgen und davon profitieren. Sie sollten allerdings darauf achten, dass diese Daten nicht ein alleiniges Kauf- oder Verkaufsargument darstellen. Prüfen Sie stets auch die fundamentalen Daten vor einem Kauf oder Verkauf!

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