Insidertransaktionen der Woche: Diese Firmen stehen auf der Kaufliste der Insider

Heute möchte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds berichten. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe gibt, dürfte hinter massiven Aktienkäufen vor allem eins stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Firmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Salesforce:

Bei dem US-Cloud-Spezialisten Salesforce gab es zuletzt gegenläufige Insidertransaktionen. Während zahlreiche Führungskräfte im Oktober ihre Anteile versilberten, fiel der Direktor Susan Wojcicki zeitgleich mit Käufen auf. Wojcicki kaufte immerhin 6.000 Aktien zum Preis von 146,70 Dollar. Dafür musste der Direktor 880.216 Dollar auf den Tisch legen. Mit dem Kauf erhöhte Wojcicki ihren Aktienbestand um 6,6% auf mittlerweile 96.320 Aktien.

Zuletzt konnte der Branchenprimus im sogenannten Cloud-Geschäft (Softwareangebote aus dem Internet) weiterhin mit hohen Wachstumsraten glänzen. Im Zweiten Quartal legten die Umsätze des Konzerns um 27% zu. Salesforce-Chef Benioff hat sich zum Ziel gesetzt, 2022 die Hürde von 20 Milliarden Dollar Umsatz zu knacken.

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Conagra Brands:

Bei Conagra Brands haben zuletzt gleich mehrere Firmeninsider zugegriffen und sich Aktien ins Depot gelegt. Insgesamt kauften der Vorstandsvorsitzende, der Finanzvorstand und ein Direktor 24.000 Aktien bei einem Kurs von 35,25 Dollar. Insgesamt investierten die drei Insider knapp 850.000 Dollar in die Firma. Der Deal war Teil einer kürzlich angekündigten Kapitalerhöhung.

Congagra Brands ist eines von Nordamerikas größten Verpackungsunternehmen für Lebensmittel- und Handelsmarken, die in 99% der amerikanischen Haushalte anzutreffen sind. Das stark kommerzielle Nahrungsmittelgeschäft umfasst weltweit Restaurants und die Systemgastronomie.

Zuletzt fuhr der Konzern bei einem Jahresumsatz von 7,93 Millionen Dollar einen Verlust in Höhe von 808 Millionen Dollar ein.

Thor Industries:

Nach einem ausgesprochen schwachen Aktienkursverlauf in diesem Jahr (-46%) gab es bei amerikanischen Wohnmobilspezialisten Thor Industries einen größeren Aktienkauf. Ein Direktor erwarb 5.000 Papiere zum Kurs von 81,74 Dollar und erhöhte damit seine bestehende Aktienposition um 55%. Insgesamt musste der Firmeninsider für den Kauf 408.700 Dollar auf den Tischlegen.

Erst im September gab der US-Konzern die Übernahme des deutschen Spezialisten für Freizeitfahrzeuge (Wohnmobile und Wohnwagen) Hymer für 2,1 Milliarden Euro bekannt. Im vergangenen Jahr fuhr Thor Industries bei 8,32 Milliarden Dollar Umsatz einen Nettogewinn in Höhe von 430 Millionen Dollar ein.

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2018-10-17T20:25:39+00:00Beiträge, Gevestor|