Von Thomas Schwarzer 17. Mai 2018

Die Schlacht ist geschlagen – zumindest vorerst. Der Goldpreis hat die monatelange Seitwärtsbewegung verlassen und fällt auf den tiefsten Stand in diesem Jahr. Zur Wochenmitte rutschte er bis auf 1.286 Dollar und damit deutlich unter die psychologisch wichtige Marke von 1.300 Dollar. Damit ist der Goldpreis schwer angeschlagen. Anleger sollten sich dennoch nicht beunruhigen lassen. Der jüngste Kursrutsch bietet mutigen Anlegern ein attraktives Einstiegsniveau. Vieles spricht für eine zeitnahe Goldpreisrallye.

Goldpreis hat das Spiel verloren

Am Dienstag um 14:30 war es passiert. Der Goldpreis rauschte in den Keller. Durchschlug die Marke von 1.300 Dollar und damit auch die untere Linie der monatelangen Seitwärtsbewegung. Seit Anfang Januar pendelte der Goldpreis in einer engen Spanne zwischen 1.300 und 1.365 Dollar. Gründe für die Talfahrt sind am amerikanischen Bondmarkt zu suchen.

Die Renditen für amerikanische Staatsanleihen ziehen deutlich an, was wiederum den US-Dollar beflügelt und den Euro unter Druck setzt. Beides, steigende Zinsen und ein starker Dollar, zwangen den Goldpreis letztendlich in die Knie.

Hat die klassische Bärenfalle wieder zugeschnappt?

Rein charttechnisch ist die Lage nicht allzu berauschend. Die Marke von 1.300 Dollar wurde gerissen und die wichtige 200 Tage-Linie unterschritten. Sollte sich die Talfahrt fortsetzen, lägen die nächsten Unterstützungen bei 1.260, 1.240 und letztendlich bei 1.200 Dollar. Mit Blick auf die wichtige 200 Tage-Linie ergibt sich allerdings ein durchaus interessantes Bild.

In den vergangenen zwölf Monaten ist der Goldpreis zweimal unter den gleitenden Durchschnitt gefallen. Im Juli und im Dezember letzten Jahres. In beiden Fällen hat sich der Kurssturz als Bärenfalle entpuppt. Denn kurze Zeit später schoss der Goldpreis nach oben und leitete damit gleichzeitig eine wochenlange Rallye ein.

Derzeit stehen die Chancen nicht schlecht, dass es erneut zu einem kräftigen Anstieg in den kommenden Wochen kommt. Und viele Anleger derzeit auf dem falschen Fuß erwischt werden. Nicht selten folgt einem vermeintlichen Einbruch ein Kursanstieg, der letztendlich in eine kaum zu erwartende Rallye mündet.

Gute Gründe für einen Goldpreisanstieg

Auf den ersten Blick sprechen steigende Zinsen zwar gegen Gold. Viel wichtiger sind allerdings die Realzinsen. Also die tatsächlichen Zinsen minus Inflation. Und die Realzinsen sind derzeit negativ und werden es bis auf Weiteres auch bleiben. Denn die Notenbanken werden eine höhere Inflation tolerieren, bevor sie die Zinsen dramatisch anheben. Negative Realzinsen sprechen also derzeit ganz klar für Gold.

Zudem ist nicht davon auszugehen, dass der Dollar seinen Höhenflug ununterbrochen fortsetzen wird. Zwar ist das Zinsniveau in den USA deutlich höher als in der Eurozone und das Wachstum robust. Allerdings ist in der jüngsten Aufwertung des Dollar von fast fünf Prozent in wenigen Wochen schon eine Menge eingepreist. Eine Erholung der europäischen Gemeinschaftswährung ist deshalb wahrscheinlich.

Kursniveau sollte genutzt werden

Anleger sollten die aktuelle Schwächephase zum Aufbau oder zum Ausbau einer Goldposition nutzen. Das Edelmetall bietet ungeachtet der jüngsten Entwicklung einen soliden Vermögensschutz und sollte in keinem Portfolio fehlen. Sicherlich generiert Gold keine Erträge wie Zinsen oder Dividenden und die Lagerung verursacht Kosten. Dennoch lässt sich das Ersparte so sinnvoll schützen. Vor den zahlreichen Risiken und Bedrohungen. Und davon gibt es derzeit eine Menge.


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2018-05-17T14:48:27+00:00 Kategorien: Beiträge, Oxford Club aktuell, Thomas Schwarzer|